Laut Pressemitteilung ist Hood.de am 25.10.2015 15 Jahre alt geworden:

„Gegründet 1999 erblickte www.hood.de am 25. Oktober 2000 als neues Online-Auktionshaus das Licht der Internetwelt. Heute, 15 Jahre später, hat sich Hood.de mit über 7 Millionen Kunden und über 4 Millionen Angeboten täglich als einer der größten Onlinemarktplätze in Deutschland fest etabliert.

Dem Gründer von Hood.de, Ryan Hood, missfiel Ende der 90er Jahre, dass die damals aufkommenden Marktplätze durch immer weiter steigende Gebühren und schlechten Kundenservice von sich reden machten. Dem wollte er nach dem Vorbild Robin Hood’s eine Alternative entgegensetzen. Seit dem Start im Jahr 2000 zeichnet sich Hood.de durch eine besonders transparente und kostengünstige Gebührenstruktur und kundennahen Service aus.

„Bis heute ist die Philosophie Robin Hood’s wichtigster Bestandteil unserer Corporate Identity und fest in unserem Firmenlogo verankert“, so Firmensprecherin Sonja Czyron.

Hood.de bietet Privatpersonen und gewerblichen Händlern die Möglichkeit, Artikel kostenlos zum Verkauf einzustellen (keine Einstell- oder Grundgebühren). Private Verkäufer zahlen auch keine Verkaufsprovision und nutzen die Plattform gänzlich kostenfrei. Für Händler wird eine moderate Verkaufsprovisionen von 1-6% erhoben.

„Wir sind stolz darauf, Hood.de allen privaten Nutzern nunmehr seit 15 Jahren kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Wir haben unser Wort gehalten!“ so Firmengründer und CEO Ryan Hood. „Parallel dazu bieten wir professionelle Shoplösungen für gewerbliche Händler an, die sich durch umfangreiche Features zu besonders kostengünstigen Konditionen auszeichnen.“

Angebote können zum Sofortkauf, optional mit Verhandlungsfunktion, als Klassische Auktion, Powerauktion oder Holländische Auktion präsentiert werden. Händler können zusätzlich einen eigenen Hood-Shop eröffnen. Hood.de bietet hierzu verschiedene Shoplösungen mit großem Leistungsumfang an.

Ryan Hood: „Hood.de ist auch das Ergebnis eines partnerschaftlichen Miteinanders mit unseren Kunden, die uns seit vielen Jahren die Treue halten. Ihr Feedback hilft uns die Plattform kontinuierlich zu optimieren und weiterzuentwickeln. Dafür möchten wir nach 15 Jahren DANKE sagen.“

Die Bilanzen der Jahre 2013 und 2014 sind einwandfrei und zeigen das Hood Geld verdient, sogar gutes Geld. Gewinne werden in der GmbH belassen und stehen damit auch für Investitionen zur Verfügung:

Die von Hood genannten Zahlen mögen ja zunächst beeindrucken. Schaut man aber genauer hin relativiert sich der Eindruck schnell? Das beliebteste Produkt bei Hood.de ist eine Windows 8 Lizenz. Sie wurde insgesamt 2840-mal verkauft. Das ist eine Zahl die sich sehen lassen kann.

Hood.de gibt an die Plattformmache ein GMV von 39 Mio. Euro brutto. Bei 8000 gewerblichen Händlern. Zieht man 4 Mio GMV für den Handel von Privatkunden ab, verbleiben 35 Mio. GMV für die Händler. Das entspräche einem durchschnittlichen Jahresumsatz von 4375 Euro pro gewerblichen Anbieter. Das ist nicht viel, oder?

Auch hier hat die Medaille 2 Seiten. Nicht alle Händler haben ein geeignetes Sortiment Wer auf anderen Plattformen keinen Erfolg hat, hat ihn auch nicht auf Hood. Und einige Händler meinen ihre Artikel teurer bei Hood anzubieten um fehlende Erträge durch Angebote auf anderen Plattformen zu kompensieren. Das ist falsch. Richtig ist, dass die Angebote auf Hood sogar günstiger bepreist werden können, da ja ein Teil der Gebührenersparnis an die Kunden weiter gegeben werden kann. Hier macht es einer richtig:


Zu den Kosten. Testen kostet nichts. Der Platinshop kostet pro Jahr netto 352,44 Euro, das ist günstig. Die Provision schlägt dann noch mit 2 bis 4% zu Buche.

Das Listen ist denkbar einfach. Hood richtet den Shop ein und die Artikel können zum Beispiel direkt aus eBay importiert werden. Das ist stressfrei. Mobil kann Hood NOCH nicht. Gut auffindbar sind die Produkte aber bei Google Shopping. Hood ist hier mehrmals auf der 1. Seite vertreten:

Meine Meinung:

Hood ist ein Underdog. Kaum vertreten auf Messen. Aber es wird über Hood verkauft und Kunden finden die Angebote. Klar, Hood ist kein Vergleich zu eBay oder Amazon. Trotzdem macht es Sinn dort zu Listen. Hood ist an alle großen Abwicklungs-/ERP-/Wawi-Systeme angebunden, das Listen ist denkbar einfach, die Kosten extrem niedrig. Es spricht also nichts dagegen.

Hood ist nicht als Bettvorleger gelandet er ist ein Underdog der unter dem Radar ein seit 2005 profitables Geschäft macht. Dem zolle ich Respekt, denn es gibt kaum eine Plattform die so lange am Markt überlebt und mit Gewinn arbeitet. Ryan Du hast die 15 Jahre gut genutzt, mach weiter so.

Und gerade diejenigen Händler die unter eBay und Amazon Kontensperrungen leiden oder aber ihr Risiko verteilen wollen, sollten Hood nutzen und ausprobieren.

Und wie haltet ihr das? Bietet ihr auf anderen Plattformen die Artikel teurer an? Welche Erfahrungen habt ihr mit Alternativmarktplätzen gemacht? Welche Erfahrung habt ihr mit Hood.de gemacht?