Nichts Neues, sondern Standard: Amazon Vendor verlangt Ausgleichszahlungen 
 

Nichts Neues, sondern Standard: Amazon Vendor verlangt Ausgleichszahlungen

Ausgleichs- und Strafzahlungen sind in der Industrie üblich!

Ausgleichs- und Strafzahlungen sind in der Industrie üblich!

Heute berichtet onlinehaendler-news.de hier, dass Amazon bei Amazon Vendor Ausgleichszahlungen einführt. Amazon-Vendoren, also Lieferanten die direkt an Amazon verkaufen, sollen ab dem 1. Februar 2016 Ausgleichszahlungen an Amazon vornehmen, wenn sie Lieferbedingungen nicht erfüllen.

Zunächst scheint das nur Lieferanten an Amazon zu treffen, deren Artikel im Zusammenhang mit Amazons Onlineshopping-Club "Amazon BuyVip" stehen.

Dem Händlerkonto soll ein Betrag von 10 € belastet werden, wenn zum Beispiel ein Artikel pro Liefereinheit fehlt. Das stelle dann einen sogenannten Defekt dar.

Über jeden Lieferanten wird ein sogenanntes Lieferantenhandbuch geführt. In diesem sind verschiedene spezifische Lieferkriterien festgehalten. Stellt das Lager nun eine Nichteinhaltung fest, so wird der Vendor zunächst informiert. 2 Wochen nachdem der Lieferant die Benachrichtigung von Amazon erhalten hat, wird ihm der Betrag bei der Auszahlung abgezogen. Er hat nunmehr 120 Tage Zeit, sich durch Widerspruch dagegen zu wehren.

Sind diese Ausgleichszahlungen wirklich bedenklich?

Auch wenn andere Medien Amazons Vorgehensweise als bedenklich bewerten, so sehe ich das nicht so. Je nach Ausgestaltung der AGB, die sich jeder Amazon-Vendor unterwirft, ist eine solche Zahlung natürlich vereinbar. Auch ist sie in meinen Augen nachvollziehbar, denn dieses grundsätzliche Konstrukt von Ausgleichs- oder Strafzahlungen ist in vielen Branchen üblich und wird praktiziert.

In nahezu allen Industriebranchen wo Lieferanten direkt an das Band bzw. in die Produktion liefern, werden Fehlmengen, unpünktliche Lieferungen oder mangelhafte Lieferungen mit fest vereinbarten Beträgen reguliert.

In der IT-Branche gibt es ein ähnliches Konstrukt, es nennt sich SLA (= Service Level Agreement). Hier ist zum Beispiel geregelt, wie viel Geld man als Dienstleister zahlen darf, wenn man gewisse Regeln nicht einhält. Ein solches SLA vereinbart nahezu jedes größere Unternehmen. Sowohl eBay als auch Amazon haben hierfür vorgefertigte Formulare.

Selbst in der Logistik, zum Beispiel bei GLS oder DPD, sind solche Strafzahlungen, die von den Subunternehmern zu leisten sind, Gang und gäbe. Hier wird zum Beispiel die Sauberkeit eines Fahrzeugs oder aber das Tragen von Dienstkleidung sanktioniert.

Überraschend ist die Einführung nicht.

Ich halte es für keine böse Überraschung, dass Amazon diese Möglichkeit nun nutzt. Vielmehr überrascht es mich, dass Amazon bisher keine Straf- oder Ausgleichszahlungen anwandte um die eigenen Zulieferer im Griff zu halten.



Das Thema kann hier diskutiert werden: WWW.WORTFILTER.DE-Facebook-Gruppe.

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Autor: Mark Steier Datum: 26.01.2016

Mark Steier

 Mail: [email protected] 

Über Mark Steier: Mark Steier war von 2001 - 2012 im Bereich Autoteile auf eBay und im Internet aktiv. 2010 avancierte er zum größten Verkäufer bei eBay-Motors. Mit mehr als 30.000 Transaktionen monatlich, wurde Steier mehrfach mit dem Powerseller-Award in Platin ausgezeichnet. Sein Unternehmen war ab 2009 maßgeblich an der Entwicklung der Fahrzeugverwendungsliste beteiligt. Durch sie ist es Verkäufern möglich geworden, einheitlich und strukturiert anzugeben, zu welchen Fahrzeugen angebotene Ersatzteile passen. Ende 2012 zog sich Steier aus dem aktiven Verkauf zurück und lebt nun als Privatier in der Nähe von Köln. Als Seitenbetreiber, Administrator und Moderator, der von Axel Gronen (*07.07.1966 †03.12.2014) gegründeten Seite www.wortfilter.de, sowie der gleichnamigen Facebook-Gruppe mit über 4800 Mitgliedern, bleibt er aber weiterhin tätig. Hier steht er aktiven Händlern noch immer mit Kompetenz und offenem Ohr zur Seite. Weiterhin ist Steier regelmäßig auf Veranstaltungen anzutreffen, wo er rund um das Thema Onlinehandel spricht. Steier hat es sich zur Berufung gemacht, unabhängig und unverblümt in seiner Meinung zu sein und Händler jeglicher Größe, insbesondere aber kleine und mittlere Unternehmen, zu unterstützen, damit sich diese im hart umkämpften Wettbewerb möglichst gut etablieren können.




 


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