ARD-Doku zu Amazon verursacht Milliarden-Schaden

Die vor einigen Wochen ausgestrahlte ARD-Doku zu Leiharbeitern bei Amazon hat das Image des Onlinehändlers massiv beschädigt und er verlor Millionen Kunden.

Im Brandindex des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov ist Amazon regelrecht abgestürzt:

Amazon im YouGov Markenmonitor BrandIndex

Mit durchschnittlich 87 BrandIndex-Punkten erreichte Amazon im vergangenen Jahr den ersten Platz im BrandIndex-Top-Performer-Ranking 2012 (Bereich E-Commerce) und zählte zu den beliebtesten Marken der Deutschen überhaupt. Seit Mitte Februar hat Amazon innerhalb eines Monats 45 Imagepunkte verloren.

Fast jeder fünfte (19 Prozent) Online-Käufer ändert aufgrund der Medienberichterstattung über Amazon sein Kaufverhalten. Davon geben sogar 12 Prozent an, gar nicht mehr bei Amazon einkaufen zu wollen. Sieben Prozent versuchen wieder häufiger in Filialen/Geschäften und weniger im Internet einzukaufen. Die Imagekrise bei Amazon betrifft somit den gesamten Online-Handel. Dies ist das Ergebnis der Studie „Image-Absturz im Online-Handel - Wie verändert sich das Kaufverhalten?“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die insgesamt rund 1.000 Online-Käufer Anfang April 2013 bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Wie die Studie zeigt hat insgesamt in letzter Zeit bewusst jeder achte Online-Käufer (12 Prozent) einen anderen Händler genutzt oder ausprobiert, anstatt bei Amazon einzukaufen. Ausgewichen wurde vor allem auf die Konkurrenten eBay und Otto. Besonders im vergangenen Ostergeschäft war die Imagekriese des Konzerns spürbar: So geben acht Prozent der Online-Käufer an, ihre Ostergeschenke dieses Jahr bewusst nicht mehr bei Amazon gekauft zu haben.

Wenn tatsächlich 12 Prozent der Käufer Amazon dauerhaft meiden, wird der Umsatzverlust in die Milliarden gehen: 2012 hat Amazon in Deutschland ein Gross Merchandise Volume von 8,8 Milliarden Euro umgesetzt.

Diese Zahlen zeigen, wie groß der Einfluss der ARD auch heute noch ist: Die ARD-Doku wurde von etwa 2 Millionen Zuschauern im Fernsehen gesehen, in den Folgetagen haben weitere 1,2 Millionen Menschen sie aus der Mediathek abgerufen.

Für mich persönlich ist aber erschreckend, dass Teile der ARD-Doku offenbar gefälscht waren: Das Leipziger Job-Touristikunternehmen CoCo hatte gegen den Hessischen Rundfunk deswegen eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Ich halte es für einen Skandal, dass der gesamte Onlinehandel auf Kosten der Gebührenzahler durch offenbar unseriöse Berichterstattung in diesem gigantischen Umfang geschädigt wurde - ohne dass es seitens der ARD eine Entschuldigung oder wenigstens eine Klarstellung gibt.


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Axel Gronen aXel Gronen
25.04.2013
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