Letzte Woche wurde in den Medien über die Sperrung des Tonträger-Händlers Mister Music, Johann Mitterbauer aus Jena, berichtet. Auch in meiner Facebook-Gruppe. Gestern gab es dann erfreuliche News. Mister Music ist bei Amazon wieder frei geschaltet. Hierüber berichtet dann auch heute die Ostthüringer Zeitung.

Informationen über Amazons Förderprogramm

Wer sich über das laufende Förderprogramm informieren möchte, kann gerne diesen Link klicken: Amazon Förderprogramm „Unternehmer der Zukunft“.

Ohne objektive Gründe wäre eine Freischaltung nicht möglich gewesen

Auch wenn der Weg etwas holprig war und es durch meine Unterstützung vielleicht etwas schneller ging, so ist es aber wichtig, zu erkennen, dass eine Freischaltung überhaupt nur möglich war, weil objektive Gründe dafür sprachen. Und ich bin mir sicher, dass Mister Music auch ohne meine Unterstützung zum Handel in den Kategorien zugelassen worden wäre.

Alle Plattformen haben Kommunikationsprobleme

Ungerechtfertigte Sperrungen sind kein Phänomen, was einer bestimmten Plattform zuzuordnen ist. Bei allen großen Marktplätzen geschehen Sperrungen, Handeleinschränkungen bis hin zu endgültigen Suspendierungen aus falschen oder, zumindest für den Händler, nicht nachvollziehbaren Gründen. Das ist nicht gut und zeigt eine Herausforderung der Marktplätze auf, der sie sich stellen müssen.

(Kommentar auf otz.de)

Was sollten Plattformen verbessern?

Zunächst müssten sie lernen, individuell, offen und vollständig zu kommunizieren. Das Abspeisen der Händler mit „Textbausteinen“ ist wenig hilfreich. Zumal es in den meisten Fällen ja auch um existenzbedrohende Sachverhalte geht.

Offen für Fehlentscheidungen: Nicht jeder Entschluss eines Marktplatzes ist richtig. Daher wäre es wünschenswert, wenn jede Plattform eine (De-)Eskalationsabteilung hat, die sich individuell mit der Prüfung solchschwerwiegender und weitreichender Sperrungen auseinandersetzt. Denn: Was haben wir den alle schon aus den ganz unterschiedlichen Entscheidungen gelernt? Genau! Nicht jede Entscheidung hat Bestand. Besonders nicht solche Entscheidungen, die aufgrund von Automatismen gefällt werden.

Fazit: Liebe Plattformen, zeigt euch etwas partnerschaftlicher und erkennt: Nicht alle eure Suspendierungen sind gerechtfertigt.

Aber auch die Händler sind nicht ohne

Bringen wir es mal auf den Punkt: In den meisten Fällen sind Sperrungen schlicht und einfach berechtigt.

Und wenn Händler dann mit „hunderten“ von Mails versuchen, sich gegen die Entscheidung zu wehren, vergessen sie meist sämtliche Höflichkeit und die Post endet mit wüsten Beschimpfungen oder romanhaften Geschichten. Händler lernt: Eure Mails werden von Menschen aus Fleisch und Blut gelesen. Glaubt ihr, dass irgendjemand Bock hat, sich beleidigen zu lassen? Wie reagiert ihr auf manch „freundliche“ Kundenmail?

Fazit

Ich sehe durchaus die Plattformen in der Verantwortung. Für die wenigen Fälle, die schief laufen, müssen sie (endlich) den Händlern effektive und vor allem schnelle Hilfe zur Verfügung stellen. Vor allem sollten die Marktplätze aber schon im Vorfeld fair und umfänglich informieren. Aber auch die Händler sollten sich an die „eigene Nase“ fassen. Oft habt ihr euer Ding einfach nur selber verbockt. Und Beschimpfung geht gar nicht!