• 49 Prozent der deutschen Internetnutzer bestellen mindestens einmal jährlich Arzneimittel
    online
  • Für 68 Prozent sind die günstigeren Preise die größte Stärke der Versandapotheken
  • Versandapotheker bei eBay stellen ihre Erfolgsgeschichten vor

Für Apotheken ist die erkältungsreiche Winterzeit eine der umsatzstärksten Phasen des Jahres – dabei findet ein immer größerer Teil des Medikamentenhandels online statt. Von den 20.023 stationären Apotheken in Deutschland verfügen mittlerweile 2.959 über die Erlaubnis zum Versandhandel. 1 Der Bedarf auf Seiten der Kunden scheint gegeben: Laut einer Statista-Umfrage, durchgeführt im Auftrag von eBay Deutschland, bestellt mittlerweile jeder zweite Internetnutzer (49 Prozent) in Deutschland mindestens einmal jährlich Arzneimittel online.2 Die im Vergleich zum stationären Verkauf günstigeren Preise der nicht verschreibungspflichtigen Arzneien und Präparate sind für 68 Prozent der Befragten die größte Stärke der Versandapotheken. Außerdem schätzen die Kunden den Ergebnissen zufolge insbesondere, dass sie ihre Produkte direkt an die Tür geliefert bekommen (51 Prozent) und zuvor das Haus nicht verlassen müssen (40 Prozent).

Zu den Pionieren unter den Online-Apotheken gehört die Hamburger Apotheke Apo Rot, gegründet 2002 von Birgit Dumke. Seit über zehn Jahren bietet sie mit ihrem Team Arzneimittel online im Apo-Rot-Shop bei eBay an. An die Anfangszeit kann sich die sympathische Pharmazeutin noch gut erinnern. „Bei der 1.000 Bewertung haben wir uns gemeinsam hingesetzt und die Vielzahl der positiven Feedbacks durchgelesen. Das hat uns sehr gefreut, denn wir haben gemerkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Zusammenarbeit mit eBay die richtige Entscheidung war.“

Dem folgen seither immer mehr ihrer Berufskolleginnen und -kollegen: Bei eBay gibt es eine spezielle Unterkategorie „Medikamente von Apotheken“, in der Versandapotheken aktuell über 350.000 Produkte den mehr als 17 Millionen aktiven eBay-Käufern allein in Deutschland anbieten. Auch Alexander Holz, Apotheker aus Wickrath bei Mönchengladbach, bietet seit Oktober 2015 rezeptfreie Produkte – anfangs testweise – in seinem eBay Shop an. Bereits nach wenigen Wochen zeigte sich der Chef der Linden Apotheke Wickrath überrascht, wie sich das Geschäft entwickelte. Den Fokus legt Dr. Holz seitdem auf apothekenübliche Artikel wie Kosmetikprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel. „Auffällig ist, dass tendenziell Kunden aus ländlichen Regionen aus dem Norden, Süden und Osten Deutschlands gerne bei uns bestellen“, sagt Alexander Holz.

Mit sinkenden Temperaturen steigen die Verkaufszahlen in der eBay-Unterkategorie »Erkältungsund Grippemedikamente« spürbar an. Nasensprays, Halstabletten sowie Erkältungssäfte rangieren unter den meistverkauften Produkten. Dabei spielt Kundenservice für Birgit Dumke eine große Rolle: „Es ist uns sehr wichtig, auch unseren Online-Kunden individuell mit Beratung und Service zur Seite zu stehen. Für jedes Leiden und Bedürfnis möchten wir eine Lösung parat haben. Das zeichnet uns aus“, erklärt die Hamburgerin.

2 Apotheken im Händlerportrait

Die Apotheke apo-rot hat frühzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und wurde so zum eBay-Umsatzmillionär. Die 2002 von Birgit Dumke gegründete Apotheke aus Hamburg Rotherbaum bot bereits 2004 die ersten Produkte im Internet an. Die Idee, auch eBay für einen Online-Shop zu nutzen, überzeugte sie vor allem aus zwei Gründen: Die einzigartige Reichweite, durch die ein größerer Kreis an Kunden gewonnen werden sollte, sowie die faire Provisionsgestaltung, die allen Beteiligten ein optimales Geschäft ermöglicht. Mittlerweile werden mehr als 40.000 Artikel aus den Bereichen Medizin, Homöopathie, Kosmetik, sowie Pflege- und Tierbedarf angeboten. Der große Erfolg, so Elena Arlitt, die den eBay Shop apo-rot ins Leben rief, war damals nicht abzusehen. „Bei der 1.000. Bewertung haben wir uns gemeinsam hingesetzt und die Vielzahl der positiven Rückmeldungen durchgelesen.

Das hat uns sehr gefreut, denn wir haben gemerkt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Zusammenarbeit mit eBay die richtige Entscheidung war.“ Der Online-Versand von Produkten stellt zwar ein strategisch wichtiges Standbein des Unternehmens dar, doch auch vor Ort konnte die Apotheke wachsen. 14 Jahre nach der Gründung ist apo-rot in Hamburg mit sechs Filialen vertreten. Deutschlandweit können alle Artikel auch in einer der 18 Partner-Apotheken erworben werden. Dabei gelten sowohl für die Filialen vor Ort, als auch den Online-Shop das gleiche Leitmotiv: Ein breites Sortiment und eine angebotsgerechte Bearbeitung mit schnellem Versand. In allen Aspekten spielt der Kundenservice eine große Rolle: „Es ist uns sehr wichtig, auch unseren Online-Kunden individuell mit Beratung und Service zur Seite zu stehen. Für jedes Leiden und Bedürfnis möchten wir eine Lösung parat haben. Das zeichnet uns aus.“ In der Zukunft möchte apo-rot das internationale Geschäft weiter ausbauen, sagt Elena Arlitt weiter: „Viele Bestellungen bei eBay gehen mittlerweile auch ins Ausland. Für uns sind insbesondere Italien und Spanien, aber auch Großbritannien interessante Märkte geworden. Durch eBay haben wir die Möglichkeit, dort noch mehr Kunden zu erreichen und als Unternehmen zu wachsen.“

Die Linden-Apotheke aus Wickrath wurde 1958 gegründet und befindet sich fest in Familienhand. Dr. Alexander Holz übernahm im Jahr 2002 die Apotheke in dritter Generation und stellt seitdem seinen Kunden nicht nur eine breite Palette an Produkten zur Verfügung, sondern legt auch großen Wert auf individuelle Beratung: „In meiner Apotheke in Wickrath haben wir viele Stammkunden, die viel Wert auf eine persönliche, kompetente Beratung legen – vor allem bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln.“ Einen neuen Schritt wagte Dr. Alexander Holz mit Teilnahme am Projekt „Mönchengladbach bei eBay“. Seit Oktober 2015 bietet er damit in seinem eBay Shop apothekenübliche Artikel wie Kosmetikprodukte oder Nahrungsergänzungsmittel an.

Um seiner Linie treu zu bleiben, verzichtet er dabei auf den Verkauf von verschreibungspflichtigen Arzneimittel: „In meinem eBay-Shop verfolge ich eine andere Strategie als in meiner Apotheke vor Ort. Ich habe mich dagegen entschieden Arzneimittel über das Internet zu verkaufen, da ich dort die RundumBeratung, wie es sich für die Ausgabe von Arzneimitteln gehört, nicht gewährleisten kann, die ich in der Apotheke leiste.“ Dabei war Dr. Alexander Holz überrascht, wie sich das Geschäft entwickelte. Ohne große Erwartungen stellte er zunächst 20-50 Artikel ein, die gut bei der neu gewonnenen Kundschaft aus ganz Deutschland ankamen. So erweiterte er stetig sein Angebot. Heute befinden sich etwa 750 Artikel im Shop. Auffällig ist, dass tendenziell Kunden aus ländlichen Regionen aus dem Norden, Süden und Osten Deutschlands gerne bei ihm bestellen. Insgesamt ist der Inhaber der Apotheke sehr zufrieden und möchte auch in Zukunft an seinem Konzept der Online-Apotheke festhalten und nach und nach das Produktangebot an den Bedarf seiner neu gewonnenen OnlineKunden anpassen. Besonderen Wert legt er dabei auf die schnellstmögliche und einwandfreie Bearbeitung der Bestellungen, um das Vertrauen der Kunden zu stärken.

Fazit

Die Umfrage und auch die beiden Händlerportraits zeigen vor allem eines: Stationärer, lokaler und Onlinehandel passen zusammen. Die Umfrage zeigt deutlich, dass Verbraucher Onlineangebote stark nachfragen, und dass sich stationäre, lokale Apotheken erfolgreich im Netz etablieren können. Nicht zuletzt deshalb ,weil Plattformen wie eBay geeignete und integrative Lösungen den Händlern und Apothekern bieten.

Ein Verbot von Versandapotheken, wie es die CDU fordert, ist also der falsche Weg. Um es deutlich zu schreiben: Dieses CDU Vorhaben schützt die ‚ewig Gestrigen‘ und schadet dem Handel und den Verbrauchern. Ausführlicher kritisierte ich in diesem Artikel den CDU geprägten Inhalt des Koalitionsvertrags: „Die Deppenbande von der CDU: Verbot von Versandapotheken