Im Sommer 2017 hat LadenZeile über 100 Partnershops aus 13 europäischen Ländern kontaktiert und sie gebeten, einen Fragebogen auszufüllen mit dem Ziel, ein besseres Verständnis für die aktuelle Situation, die Trends und die Chancen im E-Commerce in allen Märkten zu bekommen. Die meisten der befragten Shops kommen aus dem Mode-, Schuh- und Textil-Sektor (58 %), gefolgt von Einrichtung und Möbel (26 %). Aber auch einzelne Shops aus anderen Branchen (zum Beispiel aus den Bereichen: Beauty, Gesundheit, Wellness, Schmuck, Spiele und Sport) haben an der Umfrage teilgenommen. Die teilnehmenden Shops wurden außerdem je nach Größe eingeteilt (45 % bieten zwischen 1001 und 10000 Produkte an, 33 % mehr als 10000 und 20 % zwischen 1 und 1000).

Optimistische Zukunft

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Mehrheit der Shops zufrieden (31 %) oder relativ zufrieden (56 %) mit dem aktuellen Stand des E-Commerce-Marktes in ihren jeweiligen Ländern sind. Die meisten sind außerdem optimistisch (52 %) oder relativ optimistisch (26 %) über die Entwicklung des Marktes in der Zukunft.

Marktbarrieren

Die Präsenz von internationaler Konkurrenz sowie die rechtlichen und steuerlichen Einschränkungen sind, laut den befragten Shops, die größten Hindernisse, die das Geschäft schwierig machen. Wenn es um Faktoren geht, die Kunden daran hindern, online einzukaufen, dann vermuten die meisten Shops, dass es den Kunden entweder an der „Sicherheit beim Zahlungsvorgang“ fehlt, am „fehlenden Bezug zum Produkt“ oder an „unzureichenden Informationen vor und nach dem Kauf von Seiten der Shops“.

Erreichbarkeit jüngerer Zielgruppen

Die jüngere Zielgruppe ist sehr wichtig für die Shops. Aus diesem Grund probieren sie, diese Zielgruppe auf verschiedenen Wegen zu erreichen (86 % haben ihre Präsenz in den sozialen Medien vergrößert, aber auch Content Marketing ohne Video, Display-Kampagnen und Kooperationen mit Influencern werden genutzt). Nur 37 % der Shops haben ihre eigene App. Im Bereich Social Media ist Facebook immer noch ganz weit vorne (90 % der Shops sind hier vertreten), gefolgt von Instagram (76 %) und Twitter (41 %).

Trends

83 % denken, dass ihr Markt teilweise oder ganz den aktuellen Trends folgt. Wenn es um Innovation geht, geben die meisten Shops an, dass sie folgende Maßnahmen bereits eingeführt haben oder planen es in den nächsten 3 Jahren zu tun: Innovative Zahlungsmethoden (70 %), einen Mix aus Online- und Offlinepräsenz (70 %), Nutzung von Big Data (65 %) und neue Versandoptionen (64 %). Nur 37 % der Shopbesitzer planen, Chatbots zur Kommunikation mit Kunden zu nutzen.

Internationale Transaktionen

72 % der Shops verkaufen ihre Produkte auch im Ausland, 50 % davon werben aktiv in ausländischen Märkten. Hinderlich empfinden sie dabei vor allem folgende Faktoren: Lieferlogistik, starke Konkurrenz im ausländischen Markt und die sprachliche Adaption der Plattform. Zu strenge Restriktionen und eine ungünstige Währungsumrechnung scheint hingegen keine große Rolle zu spielen.

(Quelle: Ladenzeile.de ; Die Daten stammen aus einer Umfrage, an der 100 ausgewählte Partnershops von LadenZeile und Shopalike aus 13 europäischen Ländern im August 2017 teilgenommen haben. Die Shops hatten bis Ende Oktober 2017 Zeit zu antworten. Jede Antwort wurde gesammelt, übersetzt und analysiert, um einen generellen Überblick über Europa zu bekommen.)