Der Betreiberin der diversen Projekte wie shopdoc.de, onpagedoc.de, Mitveranstalter von AMZcircle.com und diversen Dienstleistungen für Amazon Händler wird die schlechteste Bonitäts-Note: 6.0 testiert. Nach Creditsafe-Auskunft bedeutet dies: „Firma insolvent, ohne Geschäftsleitung oder in Geschäftsauflösung“. Der kolportierte Chef, Florian Berger alias Martin von der Hocht alias Martin Maier setzt Kunden, Lieferanten, alten und neuen vermuteten Geschäftsführern einem hohen Risiko aus.

Scheiter-Kultur in Deutschland

Leider ist es hier in Deutschland so, dass sich noch keine gute Scheiter-Kultur etabliert hat. Vielleicht ein Grund, warum Martin Maier alias Martin von der Hocht alias Florian Berger seine Identität hinter anderen Namen zu verstecken versucht hat? Eine Pleite oder Insolvenz gilt als Makel und ist kaum neutral kommunizierbar. Das ist nicht gut, denn Gesellschaftformen wie z.B. eine GmbH sollen dem Unternehmer genau diese Möglichkeit einräumen: Scheitern, ohne die private Existenz auf das Spiel zu setzen. Das bedeutet, es ist nicht schlimm, wenn einmal ein Geschäft nicht klappt. Dann hört man das eine auf, und fängt das nächste an. Auch mir ist das schon passiert. Das kann passieren – oder wie es in Köln heißt: „Et kütt, wie et kütt“.

Aber es ist wichtig, dass sich der Unternehmer an die Spielregeln hält. Es ist keine Lösung, sich hinter anderen Namen zu verstecken und z.B. durch eine verspätete Insolvenzanmeldung seinen Geschäftspartnern, Kunden und Lieferanten Schaden zuzufügen. Denn unter bestimmten Umständen kann ein Insolvenzverwalter zur Rückzahlung von an die Gesellschaft geleisteten Zahlungen wirksam auffordern. Er kann Verträge und Vereinbarungen bis 10 Jahre rückwirkend kündigen. Verschleppt eine Gesellschaft die Insolvenzanmeldung, kann also das Umfeld großen Schaden nehmen.

Florian Berger alias Martin von der Hocht ist der vermeintliche Strippenzieher im Hintergrund bei der SAC Solutions GmbH, so wird es jedenfalls kolportiert und auch nach außen wahrgenommen – und offensichtlich auch die einzige Konstante in dem Unternehmen, bei dem inzwischen der vierte Geschäftsführer tätig ist. Ihm (als möglichen Gesellschafter) wird nichts passieren. In das offene Messer laufen möglicherweise nur der Geschäftsführer sowie Kunden und Lieferanten/Dienstleister/Freelancer.

Creditsafe Bonitätscheck: Firma insolvent, ohne Geschäftsleitung oder in Geschäftsauflösung

(Quelle: Auskunft vom 26. März 2017)

Bürgel Auskunft: Ausfallwahrscheinlichkeit 100%

(Quelle: Auskunft vom 28. März 2017)

Verweigerung der Vermögensauskunft gem. § 882c Abs. 1 Nr. 1 ZPO

Daher erhält die SAC Solutions GmbH auch die Creditsafe Bewertung: Firma insolvent, ohne Geschäftsleitung oder in Geschäftsauflösung

Risiko für Geschäftsführer

Üblicherweise gibt es eine Geschäftsführerhaftung, wenn dieser die Geschäfte einer Gesellschaft nicht ordentlich führt. Er wird dann regelmäßig mit seinem Privatvermögen in die Haftung genommen. Geschäftsführer, die bei Insolvenzreife einer Gesellschaft keinen bzw. verspäteten Insolvenzantrag stellen, ihre private Existenz auf’s Spiel. Der, der unbescholten aus der Sache raus kommt: Der eigentliche Strippenzieher.

Risiko Für Lieferanten

Freelancer oder Dienstleister, die als Lieferanten, die z.B. eine Ratenvereinbarung abgeschlossen haben, müssen unter bestimmten Umständen die bereits erhaltenen Zahlungen regelmäßig an den Insolvenzverwalter zurück zahlen. Hat also ein Geschäftspartner Kenntnis von der „Schieflage“ und leistet weiterhin Zahlungen UND die Gesellschaft verschweigt bösartig ihren wahren Zustand, dann kann dem Geschäftspartner großer Schaden entstehen. Da hilft es dann auch meistens nichts, dass der Geschäftsführer in Haftung genommen werden kann.

Risiko für Kunden

Leisten Kunden Vorkasse-Zahlungen, so kann es sein, dass die gesammte Vorauszahlung „weg“ ist und keine Leistung erfolgt. Die Forderung kann dann zwar der Insolvenztabelle angemeldet werden, aber i.d.R. erfolgen ja meistens kaum Auszahlung an die Gläubiger, da die Insolvenzquoten meistens sehr schlecht sind.

Ein weiteres Risiko besteht für Kunden, dann wenn sie z.B. das Unternehmen mit einer Dienstleistung beauftragt haben und diese ist noch nicht fertig gestellt. Häufig entstehen durch die Neubeauftragung eines Dienstleisters hohe Mehrkosten. Ein Beispiel: Wer Ware importiert und der Dienstleister bezahlt eine Lagerei nicht, dann kann es sein, dass die Ware von der Lagerei gepfändet wird. Der eigentliche Händler/Besitzer kommt dann nicht mehr an seine Ware rein ohne sie teuer auszulösen.

Natürlich sind auch kaum Reklamationen oder Gewährleistungen bei einer insolventen Firma durchsetzbar.

Schlecht für die Community

Im Falle einer Insolvenz können natürlich auch Facebook-Seiten und Gruppen „übernommen“, geschlossen oder „veräussert“ werden. Gerade bei der großen Gruppe von Florian Berger alias Martin von der Hocht fände ich das sehr bedauerlich.

Meine Meinung

Wenn der Geschäftspartner zur Abgabe einer Vermögensaufkunft aufgefordert ist, sollten alle Alarmglocken angehen. Kritisch wird es dann, wenn die Geschäfte weiter betrieben werden und andere mit in den Sumpf rein gezogen werden. Egal, ob das Geschäftführer sind, die als „Strohmämmer“ agieren oder einfach die Community, Kunden und Geschäftspartner.

Mein Tipp daher: Beratet euch ausführlich mit einem Anwalt. Legt ihm die Auskünfte vor und bewertet gemeinsam mit eurem Anwalt euer Risiko. Und folgt bitte seinem Rat.

[UPATE] Ein Mitarbeiter der SAC Solutions GmbH (Shopdoc.de) beschimpft einen Kunden öffentlich in meiner Facebookgruppe als ‚Arschloch‘ und veröffentlicht original Kundenmail: