Das bereits vor Monaten in den USA gelaunchte Programm eBay Themenwelten ist jetzt auch auf dem deutschen Marktplatz live geschaltet worden. Die eBay-Themenwelten bestehen aus Produktgruppen, die nach den Kriterien sortiert sind, anhand derer Menschen beim Einkaufen ihre Auswahl treffen: Nach Stil (z.B. Athleisure), Freizeitaktivität (z.B. Snowboard) oder Leidenschaft (z.B. Backen).

Das passende Einkaufserlebnis

Die Themenwelten spiegeln die individuellen Vorlieben der eBay-Nutzer wider und präsentieren jedem Besucher auf personalisierten Seiten ein auf ihn zugeschnittenes Einkaufserlebnis.

Im kommenden Jahr werden die Gruppen innerhalb der Themenwelten um weitere Kriterien erweitert. Darüber hinaus wird es jedem Käufer möglich sein, seine Interessen aktiv auszuwählen.

Macht schon Sinn, oder?

Die Idee hinter den Themenwelten ist klar. Es geht um eine Vereinfachung der Suche und um eine interessenbasierte Darstellung von Produktsortimenten für den Konsumenten. Das kann gut funktionieren, wenn die Artikel- und Produktauswahl zutreffend ist. Die Idee kann aber auch nach hinten losgehen, wenn die Vorschläge (wie es ja häufig passiert) schlicht nicht das Interesse und den Geschmack des Verbrauchers treffen.

Und KI soll es richten

EBay möchte nun mit Hilfe von KI die Neigungen jedes Kunden identifizieren und passende Artikel anzeigen. Ich bin gespannt, ob das dem Marktplatzbetreiber gelingen wird.

„The diversity of our catalog makes us like no other retailer in the world,“ Shellhammer said. „The hard part, has been where do you start? And how do you find things?“, sagt Bradford Shellhammer, eBays head of personalization and engagement.

Hierzu hat eBay sich ja den schwedischen Daten-Spezialisten Expertmaker eingekauft. 2016 meldete eBay bereits, dass die Akquisition vollständig abgeschlossen sei.

Die Fact-Sheets lesen sich großartig

Picture1 copy

(Quelle: ebay.com)

Aber die Fakten, diese bösen Fakten

Zuletzt hat es ja einen riesigen Aufschrei gegeben, als der Marktplatz eBay plötzlich den Katalog ausrollte. Er war auch nur wenige Tage online, dann musste eBay die Daten schon wieder aus dem Netz nehmen.

(2 Beispiele, bei denen die Katalogdaten fehlerhaft waren. Händler beschwerten sich massiv, da sie Abmahnungen fürchteten)

Ja, leider hat eBay in der Vergangenheit nicht nur einmal Großes angekündigt, was dann trefflich in die Hose gegangen ist. Das ist wirklich schade, denn die Ideen sind meistens wie auch hier herausragend. Ich hoffe und wünsche mir, dass eBay es schafft, seine Ankündigungen auf die Straße zu bekommen. Das wäre großartig.