gebraucht.de ist neu im Wortfilter Dienstleister-Verzeichnis (WDV). Der Kleinanzeigen-Marktplatz startete 2017 und richtete sich zunächst nur an C2C Kunden. Stefan Tietze und Oliver Kaiser, die beiden Gründer, haben recht smart das Kernproblem der Kleinanzeigen-Plattformen erkannt und gelöst: der Versand und die Zahlung. Nachdem sie jetzt Anbindungen an Abwicklungssysteme integriert haben, öffnen sie ihre Plattform nun auch für Händler.

Was ist gebraucht.de

Die Gebrauchtwaren- und Kleinanzeigen-Plattform ist 2017 von Stefan Tietze und Oliver Kaiser in der jetzigen Form gelauncht worden. Angeboten werden ausschließlich gebrauchte und handgemachte Artikel. Der eigentliche Clou ist aber, dass Käufer sehr sicher sein können, dass ihre Waren auch ankommen und versendet werden. Der Verkäufer, egal ob es ein privater oder gewerblicher ist, erhält erst sein Geld, wenn der Versand der Ware nachgewiesen worden ist. Vorher bleibt der Kaufpreis bei den Marktplatz-Betreibern. Damit löst gebraucht.de eine Herausforderung, die bisweilen Tür und Tor für ‚Fraud‘ geöffnet hat.

Der Online-Marktplatz ist durch mehrere Risiko-Kapitalgeber im siebenstelligen Bereich gut finanziert. Zu den Investoren gehören Unternehmen wie Nürnberger Müller Medien oder der Verlag Tamedia.

Und die Reichweite?

Dafür, dass gebraucht.de erst 2017 gestartet ist, lassen sich die Zahlen sehen. Mehr als 150.000 App Downloads, mehr als 100.000 aktive Kunden und die Seitenbesucher haben sich zwischen November 2017 und Januar 2018 in jedem Monat verdoppelt. Absolut ist da noch viel Luft nach oben, aber die Richtung stimmt.

C2C oder B2C?

Gestartet ist gebraucht.de als reiner C2C Marktplatz mit Fokus auf mobile Nutzer, also eher die jüngeren Generationen. Jedoch ist auch der Desktop-Auftritt anständig geworden. Angebotszahlen veröffentlicht gebraucht.de leider nicht. Meinen Schätzungen nach sind gegenwärtig knapp 6stellig Angebote gelistet.

Mittlerweile legen die Plattform-Betreiber ihren Fokus aber auch auf B2C-Angebote. Händler-Onboarding ist erwünscht. Für gebraucht.de gibt es Schnittstellen zu Plentymarkets und Billbee, als auch eine eigene API und CSV Upload-Möglichkeit. Zoxs ist bereits auf dem Marktplatz aktiv.

Und die Kosten?

Die Kostenstruktur ist einfach: keine Grundgebühren. 2.5% Provision vom Verkaufspreis. Das war es schon.

Next steps?

Die Reichweiten- und Nutzerzahlen haben noch deutlich Luft nach oben. Das wird sich demnächst ändern. In Kürze startet gebraucht.de eine TV-Kampagne auf ProSiebenSat1 Sendergruppe und erreicht damit 42 Millionen Haushalte in Deutschland. Das ist zwar ein teurer, aber richtiger Weg, um an Reichweite zu kommen.

Und daher ergibt auch jetzt ein Onboarding Sinn. Wer jetzt die Möglichkeit nutzt, bekommt auf recht smarte Art und Weise eine gute Sichtbarkeit geboten. Wenn ihr auf gebraucht.de starten möchtet, geht es hier entlang.

Fazit

gebraucht.de ist eine weitere Plattform für Gebrauchtes und Handgemachtes. Der Wettbewerb ist groß, sehr groß. Gegen eBay Kleinanzeigen ist es nicht einfach zu bestehen, aber auch Facebook Marketplace und Shpock wollen mitspielen.

Gut finde ich, dass Händler direkt angesprochen werden und dass ihnen bereits von Beginn an Schnittstellen zur Verfügung gestellt werden. Das Pricing ist moderat. Geschickt finde ich die ‚Kontrolle‘ des Versands. Das mindert Betrugsversuche und schafft Sicherheit und Vertrauen bei den Nutzern.

Am Ende wird über den Erfolg aber das Marketing und damit das Budget entscheiden. Der Move mit einer TV-Kampagne ist gut. Das darf aber keine ‚Eintagsfliege‘ bleiben. gebraucht.de hat eine Chance – ob diese gut genutzt werden wird, zeigt die Zukunft.

Hinweis: Dieser Beitrag und die Listung im Wortfilter Dienstleister Verzeichnis ist kostenpflichtig für das werbende Unternehmen.