Im Sommer 2016 veröffentlichte Markus Fost ein Buch. Titel: „E-Commerce-Strategien für produzierende Unternehmen: Mit stationären Handelsstrukturen am Wachstum partizipieren“. Markus schreibt hier Erfahrungen aus seiner Beratungspraxis nieder. Ihr findet Markus auch in meiner Facebook-Gruppe.

Wer ist Markus Fost? Eine kurze Vita

Er ist Experte für E-Commerce, Online-Geschäftsmodelle und digitale Transformation mit breiten Erfahrungen in den Feldern Strategie, Organisation, Corporate Finance und operativer Restrukturierung. Seine Projektthemen erstrecken sich von Entwicklung bis hin zur Umsetzung von E-Commerce-Strategien für Markenhersteller und den Handel.

Markus ist Gründer und Geschäftsführer der Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft FOSTEC Commerce Consultants bzw. der FOSTEC Ventures GmbH. Zudem ist er Geschäftsführer der CEC Connect eCommerce GmbH in Köln, Independent Partner bei der Strategieberatung Stern Stewart & Co. GmbH, Dozent und Lehrbeauftragter im Fach E-Commerce und Autor diverser Fachbücher u. a. beim Springer Gabler Verlag. Markus Fost ist Gründungsmitglied im Beirat bei The Global Marketplace Group GmbH, einem Diensleister für Online-Marktplätze für Markenhersteller. Ihm wurde als Gründungsmitglied und Beirat der factor-a GmbH im Jahr 2009 der Vendor Award von Amazon verliehen. (Quelle: Markus Fost)

Wer sollte das Buch lesen?

Das Buch richtet sich an produzierende Unternehmen und Firmen mit stationären Handelsstrukturen. Aber: Auch ich selbst habe sehr viele Learnings, Ideen und Anregung beim Konsumieren des Buches mitgenommen. Viele der vorgestellten strategischen Komponenten können auch von reinen Händlern übernommen werden. Auf jeden Fall gewährt das Buch einen guten Überblick über die Herausforderungen herstellender Unternehmen.

Was hat Markus Fost vergessen?

Insbesondere wenn er Marktplätze betrachtet, sieht er hauptsächlich auf Amazon und behandelt eBay sehr komprimiert S.46 & S. 63ff. Der Marktplatz selber, also eBay, bietet selbst keine Waren an (indirekt aber wegen geringen Umsatzes irrelevant über brands4friends). Das „Autorisierte-Händler-Programm“ welches für Hersteller mit stationären Handelsstrukturen wichtig ist, betrachtet Markus nicht. Auch betrachtet er die „EBay Markenwelten“ nicht. Seiner Zusammenfassung stimme ich nicht zu:

(Quelle: S. 68 Markus Fost – E-Commerce-Strategien für produzierende Unternehmen: Mit stationären Handelsstrukturen am Wachstum partizipieren)

Natürlich sollten Hersteller auch eBay als bevorzugte Plattform nutzen, selbst wenn Ihre Kunden nicht vornehmlich Business-Kunden sind. Markus‘ Einschränkung kann ich nicht nachvollziehen. Zumal eBay durch das uneingeschränkte Einbeziehen der eigenen CI eine herausragende Brand-Building-Möglichkeit bietet.

Meine Meinung

Auch wenn an der einen oder anderen Stelle Markus Liebe zu Amazon ein wenig herausragt, so ist das Buch sehr lesenswert. Nicht nur für Hersteller. Ich stimme Geritt Heinemann in seinem Statement fast zu.

„Das nächste große Thema dürfte die Professionalisierung und der Ausbau des B2B-E-Commerce werden. Insofern liegt Herr Fost mit dem Thema „E-Commerce-Strategien für produzierende Unternehmen“ voll im Trend und liefert darüber hinaus auch einen hervorragenden Überblick über den aktuellen Stand der Diskussion in Wissenschaft und Praxis.“ (Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Hochschule Niederrhein)

Aktuell sind nicht einmal 100 Hersteller direkt auf eBay präsent. Da ist noch viel, sehr viel Luft nach oben. Hersteller unterschätzen oft die Notwendigkeit auf den führenden Marktplätzen selbst und direkt präsent zu sein. Ihnen scheint das Risiko des Verlusts ihrer digitalen DNA leider kaum bewusst.