Die Idee hinter „Content-Protection“-Diensten ist es die Rechte des Urhebers zu schützen, indem ungerechtfertigte Nutzung der Bilder oder Texte automatisiert festgestellt wird.

Der Klassiker: Jemand kopiert ein Bild von Euch und nutzt es für die eigene Artikelbeschreibung bei eBay oder für seinen Shop.

Damit begeht der Nutzer einen Urheberrechtverstoß und ist euch gegenüber Schadensersatz pflichtig. Ihr könnt Geld einklagen. Das Prozess Risiko ist sehr gering für Euch.

Ein Bilderdienst wie anticopy.de bietet den Service an Eure Bilder automatisch aufzufinden und informiert Euch, wenn Bilder oder Texte unerlaubt genutzt werden.

Anticopy.de kostet bis über 350 Euro pro Jahr. Wird ein Verstoß festgestellt will anticopy die Rechte wahrnehmen und sie lediglich mit 20 Euro Auszahlung abspeisen.

Laut anwalt.de tritt die anticopy GmbH Ihre Forderung an die adebio Forderungsmanagement GmbH ab. Diese treibt dann teilweise Beträge weit über 1000.- Euro bei den Urheberrechtsverletzern ein. Davon bekommen dann die Urheber gerade einmal 20.- Euro ausgezahlt.

Ich halte das Geschäftsmodell von Bilderdiensten wie anticopy für nicht gut. Wenn Ihr dort Kunde seid, kündigt.

Gibt es bessere Lösungen? Ja, natürlich gibt es bessere und zuverlässigere Lösungen. Und sie sind kostenlos!

Schaut Euch einmal an, wie die Google Bildersuche funktioniert. Einfach per Drag&Drop das Bild in das Suchfeld ziehen und schon bekommt Ihr die Ergebnisse angezeigt:

Völlig kostenlos und zuverlässiger als anticopy bekommt Ihr alle Bilderdiebstähle angezeigt. Und wenn ihr nun eure Rechte wahrnehmen wollt, macht es direkt über einen Anwalt. Ihr müsst Euch nicht mit 20 Euro abspeisen lassen.

Frank Weyermann bietet sogar ein kostenloses Tool an, was euch bei Verstößen benachrichtigt. Hier der Link zum Tool: FixProtect

Fazit:

Bilderdienste wie anticopy bieten für die Inhaber der Bildrechte ein nutz- und wertloses Geschäftsmodell an. Im Falle eines festgestellten Verstoßes erhält, wie hier bei anticopy/adebio, das Inkasso Unternehmen den größten Teil des Schadenersatzes. Das ist weder fair noch angemessen.

Ich selber empfinde dieses Geschäftsmodell schon fast als Abzocke, da die Einzigen die sich die Tasche vollmachen anticopy/adebio sind.

Daher empfehle ich jedem auf kostenlose Tools zu wechseln und im Falle einer festgestellten Urheberrechtsverletzung mit einem eigenen Anwalt den Schadenersatz beizutreiben.

Ein fairer Anwalt bietet an den Bilderdieb erst einmal über die Schufa zu prüfen, damit sicher ist, dass ihr nicht auf den Kosten sitzen bleibt.