Bereits Ende letzten Jahres berichtete ich, dass Amazon in den USA seinen ersten physischenBuchladen eröffnet hat. Unmittelbar danach kolportierten einige Medien, ob nicht bald auch ein Shop in Berlin eröffnet wird. Auch ich halte das mittlerweile für sehr wahrscheinlich.

Heute veröffentlichte das amerikanische Wirtschaftsmagazin WSJ, dass Amazon die Eröffnung von bis zu 400 Buchläden plant. Amazon lehnte jedoch bisher eine Stellungnahme ab.

Unklar ist, innerhalb welcher Zeit Amazon dieses Ziel erreichen möchte. WSJ schrieb schließlich auch, dass die Suche nach Personal und geeigneten Standorten Jahre dauern könnte. Das glaube ich nun nicht, denn ich traue Amazon auf jeden Fall ein sehr hohes Tempo zu.

Amazons Wettbewerber Barnes & Noble, mit über 600 Filialen, verlor nach dieser Meldung nachbörslich 1,7 % an Wert.

Bei WSJ hieß es weiter, dass ja bereits andere Onlinehändler reale Geschäfte eröffnen. Als Grund einen „echten“ Laden zu betreiben nennt das Magazin: Rücksendungen. In den USA werden 38 % der Onlinekäufe (soft goods) in stationären Geschäften retourniert. Das entspräche dann Amazons Strategie, strikt die Wünsche der Kunden zu verfolgen und ihnen entgegenzukommen.

Meine Meinung:

Auch wenn der Onlinehandel wie der Teufel wächst, der stationäre Handel ist nicht kaputt zu kriegen. Und das ist gut! Es bedeutet aber ebenfalls, dass erfolgreiche Onlinehändler auch den Weg in die Innenstädte gehen können. Ich vermute, Amazon verfolgt diese Strategie. Wenn es eine signifikante Anzahl an Kunden gibt, die Amazon glaubt konvertieren zu können, dann geht der Onlineriese natürlich auch diesen Weg.