Das Sichtbarmachen, also die SEO, eurer eBay-Listings ist nur ein kleiner Teil um gut auf dem Marktplatz zu verkaufen. Habt ihr den Kunden einmal bei euren Artikeln, ist es wichtig, dass er den ‚verdammten‘ Sofort kaufen‘-Knopf drückt. Ziel ist es nicht, gut zu ranken, sondern gute Sales zu generieren. Auf dem Weg zur Transaktion gibt es aber eine Menge Dinge, die ihr falsch machen könnt. Dazu gehört vor allem eine schlecht gestaltete Produktdetailseite. Ein Auflisten der häufigsten Usability-Fehler findet ihr hier. In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie ihr eine gute Produktdetailseite gestalten könnt.

1 Ein paar Basics

Der Nutzer muss sich schnell und einfach auf eurer Seite zurechtfinden. Ohne Aufwand oder unangenehme Überraschungen sollte er sich bei euren Angeboten zurechtfinden. Beachtet die kognitive Abfolge und die Intention eures Kunden. Liefert alle Informationen und Argumente, damit der Verbraucher den nächsten Schritt gehen kann. Er soll kaufen. Und vergesst nicht zu testen, testen, testen.

2 Bildsprache

Euer Produkt muss visuell optimal für den Verbraucher dargestellt werden. Dazu gehört eine Darstellung aller Seiten und der Hintergrund sollte neutral sein. Zusätzlich können durch Videos (bei eBay erlaubt) Funktionen und Anwendungen euer Artikel dem Nutzer gezeigt werden.

3 Der Templatetod

Sterbt diesen bitte nicht. Die Auswahl eines richtigen Templates ist wohl die größte Herausforderung, die vor euch liegt. Lasst euch nur von einem Satz leiten: Weniger ist mehr, viel weniger ist noch mehr.

Nahezu alle eure Templates wirken überladen und sind mit Informationen überfrachtet. Lasst das! Ein Template muss einfach gestaltet sein, damit Nutzer sie binnen Millisekunden erfassen könen. Fokussiert euch auf euer Produkt. Nur das hat im Vordergrund zu stehen.

4 Versucht nicht klüger als Zalando zu sein

Die Templateanbieterbranche liefert euch so unfassbar viel Schund mit einem Knöpfchen hier und einem Menü dort. Das braucht ihr nicht. Bedenkt dass die Templateanbieter nur EIN Ziel verfolgen: selbst Geld zu verdienen. Dazu bieten sie euch einen Haufen unnützer Templates an. Je komplexer diese sind, desto mehr sollt ihr bezahlen. Gute Usability-Ansätze lassen die meisten Dienstleister völlig außer Acht.

Vertraut doch auf die großen der Branche und schaut über den Tellerrand. Wie gestaltet Zalando z. B. seine Produktdetailseiten? Wie machen es die großen und erfolgreichen Shops eurer Branche? Orientiert euch an diesen, denn mit ausreichender Wahrscheinlichkeit haben sie viel gemessen und noch mehr getestet. Sie wissen also anhand ermittelter Werte, was gut konvertiert und Sales bringt.

5 Mobile! Mobile! Mobile!

Achtet bitte auf die mobile Optimierung. Besonders die Ladezeiten sind wichtig. In Deutschland gibt es immer noch viele Ecken. in denen selbst 3G nicht verfügbar ist. Verzichtet auf Bilder in der mobilen Darstellung.

Mobile bedeutet besonders Eines: Der Nutzer möchte noch schneller und einfacher eure Beschreibung konsumieren. Setzt Bulletpoints ein und vermeidet lange und unformatierte Texte.

Hinweis: Mit diesem kostenlosen Google-Tool könnt ihr eure mobilen Ladezeiten testen: https://testmysite.withgoogle.com/intl/de-de. Verwendet diesen eBay-Link:

http://vi.raptor.ebaydesc.com/ws/eBayISAPI.dll?ViewItemDescV4&item=[ebay_Artikelnummer]

6 Individualität vor Gewöhnlichkeit

Ihr dealt nicht nur mir einem Produktsortiment? Ja, dann achtet doch darauf, dass ihr für das jeweilige Sortiment und die jeweilige Zielgruppe eine passende Ansprache wählt. Okay, das ist nicht einfach und sollte nicht zu den ersten Dingen gehören, die ihr umsetzt, aber ihr solltet euch durch geschicktes und smartes Handling eurer Produktdaten (und aus denen besteht ja im Wesentlichen eine Produktdetailseite) nicht den Weg für eine zukünftige Individualisierung verbauen.

Fazit: Achtet darauf, dass ihr Templates einfach anpassen und ggf. sogar vollständig ersetzen könnt.

7 Wo ist eurer Alleinstellungsmerkmal?

Könnt ihr diese Frage beantworten? Wenn nicht, dann macht euch bitte Gedanken, was ihr besser könnt als alle anderen. Findet ihr nichts, dann schafft euch einen USP. Nutzt z. B. die Möglichkeit großartiger Garantieversprechen, wie z. B. 5 Jahre Garantie auf Durchrostung oder aber mit erweiterten Rückgabezeiten. [ACHTUNG: Lasst solche Aussagen immer durch einen Rechtsanwalt individuell prüfen.]

Versucht, eure Aussagen ggf. durch Testimonials oder andere kaufpsychologischen Instrumente zu belegen (Mitläufereffekt).

8 All about Stimulanz & Emotion ist geiler als die Ratio

Der Verbraucher entscheidet NIE rational, sondern aus dem Bauch heraus. Befragt ihr nach einem Kauf, warum sich der Kunde für euer Produkt entschieden hat, wird er euch vielleicht eine Menge vernünftiger Argumente liefern, aber tatsächlich hat er emotional entschieden. Das bedeutet für euch, stimuliert eure Kunden, sprecht die Emotionen an. Textlich kurz und prägnant oder aber durch Bilder.

9 Lesetipp

Wenn ihr wirklich richtig tief in die Usability und die Gestaltung eurer Produktdetailseiten einsteigen wollt, dann dürft ihr diesen Blogbeitrag nicht übersehen: Die 7 Ebenen der Konversion. Zu finden auf konversionskraft.de und geschrieben von Andre Morys.

3/4 – bitte nicht vergessen

Eure eigenen Gestaltungsmöglichkeiten der eBay-Produktdetailseite sind Teil der eBay-eigenen Darstellung. Bedeutet: Passt euch an diesen Rahmen an. Der Nutzer nimmt zunächst eBay-eigene Bestandteile der Seite wahr. Für euch bedeutet es, dass ihr euch integrieren solltet. Leider überseht ihr (und die meisten Templateanbieter) diesen Umstand.