Seit dem 1. September wird die Domain half.com auf ebay.com weitergeleitet. eBay hat seinen Marktplatz für Bücher, Musik und andere Medienartikel wie erwartet geschlossen. Der Marktplatz war in den USA wegen seiner geringen Gebühren sehr beliebt, die Listings waren kostenlos. Daher konnten auch sich sehr langsam verkaufende Produkte gut gelistet werden.

Schluß, aus und vorbei

half.com ging Ende 1999 online. Verkäufer boten dort Spiele, Filme, Bücher und CDs an. Da die Listings kostenlos waren, konnten Verkäufer die Angebote lange laufen lassen, ohne dass sie Gebühren zahlen mussten. Das Ende kam nicht überraschend. Zunächst gab es eine Preiserhöhung dann kam eine Ankündigung, dass Händler doch mit ihren Angeboten zu eBay wechseln sollten.

Warum der Schritt?

eBay CEO Devin Wenig kündigte seit der Staffelübergabe bereits mehrmals an, dass er sich um sein Kerngeschäft kümmern möchte und der Fokus auf dem Aufbau eines Produktkataloges mit strukturierten Daten läge. Im Zuge dieser Strategie gab es ja bereits mehrere Veränderungen. Die Schließung von half.com könnte nun ein weiterer Schritt sein, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Denn eines ist klar, möchte Devin Wenig mehr Geschwindigkeit auf seine Projekte bekommen, muss er alle Ressourcen nutzen. Ich könnte mir also vorstellen, dass das Aus von half.com stark mit der Fokussierung auf die Plattform eBay zusammenhängt.

Meine Meinung

Der Schritt ist nachvollziehbar. Deutsche Händler betrifft die Schließung kaum. Aber, nicht wenige deutsche Händler fragen sich, warum eBay Kleianzeigen so gepusht wird und warum nicht beide Modelle in einer Plattform vereint werden. Anstatt eine weitere Stärkung des Anzeigenportals wünschen sich viele Händler eine Zusammenlegung beider Plattformen. Ich kann den Wunsch verstehen, zumal das ja grundsätzlich möglich wäre. Beispiel: In der Kategorie ‚Immobilien‘ ist das Anzeigenformat seit Jahren bekannt. Derzeit werden knapp 3.000 Inserate ausgespielt.