Kundenbewertungen kamen auf als eBay erfolgreich in Deutschland gestartet ist. Aus dieser Zeit manifestierten sich Geschäftsmodelle wie sie z.B. von eKomi angeboten werden. Ein Relikt aus alten Zeiten. Kundenbewertungen die den Shop bewerten sind eher schädlich für den Shopbetreiber. Ein Kunde möchte ja ein Produkt und nicht den Shop kaufen.

Bei der Wahl des Online-Shops sind Kundenbewertungen keine zentrale Hilfe oder gar ein Erfolgsfaktor. Kunden möchten einfach und sicher einkaufen. Sie wollen sich auf das Produkt und nicht auf den Anbieter konzentrieren. Daher nenne ich euch 10 Gründe warum Shopbewertungen nicht gut sind und ihr Produktbewertungen sammeln solltet:

1. Kunden kaufen nicht mehr weil ihr Shopbewertungen anbietet. Kunden möchten sichere Zahlarten und einen vertrauenswürdigen Käuferschutz.

2. Shopbewertungen sind kein Marketing. Sie schaffen keinen Content. Google mag guten Inhalt. Daher sind auch Produktbewertungen wichtig.

3. Kundenbefragungen ersetzten Kundenbewertungen. Kundenbefragungen können besser und ausführlicher Auskunft über die Wünsche und Bedürfnisse der Käufer geben.

4. Nicht Bewertungen stellen Vertrauen her, sondern sichere Zahlweisen und anerkannter Käuferschutz. Der Konsument interessiert sich nicht für den Anbieter, sondern für das Produkt.

5. Personalisierte Kundenumfragen schlagen standardisierte Bewertungen um Längen. Der Kunde fühlt sich persönlich angesprochen.

6. Kunden sind es gewohnt Produkte zu bewerten. Amazon Rezensionen, also Produktbewertungen dienen als wichtige Informationsquelle.

7. Kundenbewertungen sehen nicht gut aus, sie lenken vom Produkt ab. Gute Produktbewertungen schaffen Vertrauen und Transparenz.

8. Google mag Produktbewertungen weil sie einzigartigen und relevanten Inhalt schaffen. Shopbewertungen können das nicht.

9. Produktbewertungen hübschen eure AdWords-Anzeige auf. Profitiert von den netten Google Sternchen für euer Produkt.

10. Produktbewertungen sind schön weil eure Kunden euch kostenlos einzigartigen und relevanten Inhalt liefern.

Produktbewertungen dienen als Orientierungshilfe und gewährleisten eine gute CTR. Eingeführte und sichere Zahlarten und anerkannter Käuferschutz verlangen die Kunden. Studien wie z.B. vom ECC zeigen, dass nicht Shopbewertungen, sondern sichere und vertrauenswürdige Zahlweisen ausschlaggebend für die Seriosität eines Shops sind.

Shopbewertungen verschlechtern die Usability. Die Reise des Kunden soll direkt zum Produkt führen, ohne unnötige Berührungspunkte. Innerhalb der Konversionspfad-Analyse wirken Shopbewertungen eher negativ und können zu Abbrüchen führen. Dem entgegen stehen authentische Produktbewertungen. Diese dienen Konsumenten als Orientierung.

Mit dieser Auffassung hat sich selbst die Mutter aller Bewertungen dieses Jahr beschäftigt. Ich berichtete hier davon. eBay’s head of community Jeff Terrell sagte folgendes „the buyer should trust that seller, and if the seller fails to perform, eBay’s Money Back Guarantee is there to take care of the buyer. The buyer can focus on buying the item,“

Diesen Artikel schrieb ich als Antwort auf den am 3.11.2015 in der Internet World erschienen Bericht: Warum Shopbetreiber Kundenbewertungen brauchen