Neue Spam-Mails vom "Milliardenkonzern" Dubli

Dubli spammt mal wieder: Heute erhielt ich eine unverlangte Werbemail von diamond.network.namibia@gmail.com.

Dubli ist ein Schneeballsystem, bei dem die "Partner" neue "Partner" anwerben, die wiederum neue "Partner" akquirieren. Jeder "Partner" profitiert dann von den Aktivitäten seiner "Downline". Richtiges Geld verdienen dabei allenfalls die Leute an der Spitze der Pyramide: Die mehr oder weniger breite Basis zahlt nur drauf.

Dubli Vertriebspartner nennen das Ganze natürlich anders und verkaufen es als "Multi Level Marketing" oder "Network Marketing". Und tatsächlich gibt es seriöse Firmen, die durch Multi Level Marketing wachsen. Die unterscheiden sich aber von Dubli in meinen Augen vor allem durch zwei Dinge: Die haben echte seriöse Produkte und sie lassen nicht zu, dass ihre Vertriebspartner mit illegalen Methoden und Spam arbeiten.

In der aktuellen Spam-Mail wird natürlich auch die Möglichkeit angeboten, mit Dubli (schnell?) reich zu werden. Da heißt es:

"Machen Sie Ihren Computer zu Gold.
Börsennotierter Milliardenkonzern bietet ein Einkommen im Bereich Internet-Marketing."

Zwei Sätze und schon zwei Lügen:

Natürlich macht man dabei nicht seinen Computer zu Gold, sondern seine persönlichen Kontakte. Um Geld zu verdienen, muss man nämlich seinen Freunden und Bekannten die Dubli-Credits aufschwatzen. Oder man versucht es wie diamond.network.namibia@gmail.com und spammt illegal aus dem vermeintlich sicheren Ausland.

"Börsennotiert" ist Dubli tatsächlich, aber von einem "Milliardenkonzern" kann keine Rede sein: Die Aktie der Muttergesellschaft MediaNet Group Technologies Inc. kostet derzeit 18 US-Cent, damit hat der gesamte "Milliardenkonzern" Dubli gerade mal einen Börsenwert von 5,15 Millionen Dollar.

Peinlicherweise hat der "Milliardenkonzern" einige Probleme mit der Buchhaltung und musste der Börsenaufsicht am 16. Dezember mitteilen:

"We determined that certain intercompany eliminations were not made during each of the quarters during the year ended September 30,2010 and for the fiscal year ended September 30, 2009. As a result, our previously issued financial statements for the periods identified above overstated revenues and misstated costs of goods sold. In this connection, we determined that during the periods referred to above, we had insufficient personnel resources to perform review and monitoring controls within the accounting function."

Mein Rat bleibt daher bestehen: Finger weg von Dubli!


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© 2010 bei Axel Gronen. Letzte Aktualisierung: 19.12.2010.
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